Das Jugendleiterseminar des BJB in Engers
 

(Tobias Dahmen)

Nach einer fast ganzjährigen Planung fand am ersten Novemberwochenende das Jugendleiterseminar des Jugendbeirates des BDZ statt. Aus ganz Deutschland reisten hierfür freitags Jugendleiter und an der Jugendarbeit Interessierte nach Engers in Rheinland-Pfalz an. Die Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz direkt neben dem schönen Schloss Engers am Flussufer des Rheines bot uns für dieses Wochenende Seminar- und Übernachtungsräume. Der Workshop fand Anklang in allen Altersgruppen und die Alterspanne zwischen den Teilnehmern betrug so stolze 50 Jahre.

Freitag

Mit einer kreativen Vorstellrunde, in der sich die Teilnehmer gegenseitig vorstellten, wurde das Seminar eingeläutet. Das Kennenlernen von Teilnehmern und Dozenten wurde dann schon bald in den Gewölbekeller der Akademie verlegt, wo man sich über einem Bier oder einer Limonade näher kennen lernen konnte.

Samstag

Was ist außermusikalische Jugendarbeit? Mit dieser Frage nahm der Workshop seine Arbeit auf. Viele der Teilnehmer waren schon erfahren auf diesem Gebiet und so dauerte es nicht lange bis es zu einem regen Austausch unter den Teilnehmern kam, die sich in einer guten Gruppenstimmung gegenseitig von ihren Projekten und Erlebnissen berichteten.
Ohne Geld kommen leider nur wenige Projekte aus und Geld ist dann am ehesten der limitierende Faktor. Daher ging es im nächsten Abschnitt auch schon um die Finanzen. Wie plane ich mein Projekt finanziell und wie kann ich die Kosten für meine Teilnehmer möglichst gering halten? Die Tipps und Tricks aus dem BJB  und Verfahrensweisen und Hinweise zu Zuschüssen, Sponsoren und Stiftungen sind auf großes Interesse der Teilnehmer gestoßen.
Nach einer Ausführung über sogenannte „Joint-Ventures“ (Kooperationen), die Vereinen und Verbänden die Möglichkeit bieten gemeinsam stärker zu sein (auch ohne Geldbedarf), gab Thomas Kronenberger der Gruppe einen Abriss aus seinem Coaching-Programm zu Rhetorik und Selbstmanagement. Seine Ratschläge zu Stolpersteinen in der Kommunikation, klarer Gesprächsführung, Zeitmanagement und eigener persönlicher und effizienter Zielsetzung sind gerne von den Teilnehmern aufgenommen worden.
Als wichtiger Rahmen-Aspekt der Jugendarbeit wurden schließlich auch die Möglichkeiten von  Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zusammengetragen. Welche Formen der Printmedien stehen den Organisatoren von Jugendarbeit und den Vereinen im Allgemeinen zur Verfügung und welche Vorteile bieten die Medien des Internets? Ein Vergleich von Online-Druckereien mit Druckereien vor Ort und eine Zusammenfassung über die Erstellung von eigenen Internetseiten schlossen diese Thematik des öffentlichen Auftrittes ab.
Praktische Planung stand als nächstes auf der Tagesordnung. Am Beispiel einer Mehrtagesfahrt wurde der Vergleich von verschiedenen Angeboten zum Projekt, die Ausschreibung des Projektes, die Erstellung von Anmeldebögen, die Organisation von Teilnehmerlisten und vieles mehr, was vor und während des Projektes geleistet und bedacht werden muss, ausführlich vorgetragen und diskutiert.

Sonntag

Der große Vortrag zur praktischen Planung zog sich bis in den letzten Tag des Seminars. Auch hier kam es noch einmal zu lebhaften Diskussionen zwischen den Teilnehmern und Betreuern. Das Dozententeam war sehr erfreut über die Beteiligung der Teilnehmer und insgesamt über die Stimmung in der Gruppe über das ganze Wochenende.
Zum Abschluss des Seminars gaben die Teilnehmer dem Dozententeam Rückmeldung über die besprochenen Themen und Wünsche für künftige Seminare mit, die gerne aufgenommen und berücksichtigt werden, soweit dies möglich ist.  
Ein Wochenende gefüllt mit neuen Anregungen und Wissen sowohl für die Teilnehmer als auch für die Dozenten ging so zu Ende. Eventuell sehen wir uns im nächsten Jahr an dieser Stelle wieder, vielleicht mit einigen neuen Gesichtern. Wir freuen uns schon darauf!

Euer Dozententeam
Marcel Wirtz
Andreas Lorson
Juana Keinemann
Thomas Kronenberger
Tobias Dahmen